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Drusenborn
Der Drusenborn, auch Druidenborn genannt, ist eine der geheimnisvollsten Tümpelquellen des Burgwaldes. Er liegt am Roten Wasser zwischen Bracht und Rosenthal und zählt zu den eindrucksvollsten Naturphänomenen der Region.
Schon früh galt die Quelle als altgermanisch‑keltisches Heiligtum – ein Ort, an dem Wasser, Erde und Mythos auf besondere Weise zusammentreffen.
Wer von Bracht aus startet, erreicht die Quelle über einen gut begehbaren Waldweg: Kurz vor dem Waldbeginn passiert man das Forsthaus Bracht‑Nord. Dort zweigt rechts ein geschotterter Weg ins Tal des Roten Wassers ab. Nach etwa 1,5 Kilometern steigt der Hauptweg leicht an, während das Rote Wasser nach links abbiegt. Hier folgt man ebenfalls dem linken Abzweig. Bereits nach rund 30 Metern liegt die Quelle links unterhalb der Böschung – unscheinbar und doch faszinierend.
Im Quelltopf tritt das Wasser direkt aus dem Untergrund hervor und wirbelt dabei feinen Sand nach oben. Dieses stetige Aufsteigen lässt die Quelle „kochen“ und verleiht ihr eine fast magische Wirkung. Das Wasser ist klar, kühl und von außergewöhnlicher Qualität – viele Wandernde gönnen sich hier eine kurze, erfrischende Trinkpause.
Der Drusenborn ist nicht nur ein landschaftliches Kleinod, sondern auch ein Ort, der die Fantasie anregt. Das Zusammenspiel aus brodelndem Sand, glasklarem Wasser und der abgeschiedenen Lage im tiefen Burgwald macht ihn zu einem besonderen Erlebnis auf der Rotes Wasser Tour.
Bild: Heinrich Stürzl, CC BY 3.0, via Wikimedia Commons.
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