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Wanderweg 'Rotes Wasser' in Bracht


Die Rotes Wasser Tour führt vom 1241 erstmals erwähnten Ort Brachtfa, dem heutigen Rauschenberger Stadtteil Bracht, tief hinein in das geheimnisvolle Herz des Burgwaldes.

Auf dieser Extratour verbinden sich die naturräumlichen Besonderheiten des größten geschlossenen Waldgebiets Hessens mit historischen Wegen, sagenumwobenen Orten, Gedenksteinen und stillen Rastplätzen.

Schon nach wenigen Schritten taucht man ein in die ureigene Stimmung des Burgwaldes: tiefe Täler, moorige Wiesen, stille Auenwälder, klare Bäche und lichte Heideflächen prägen das Landschaftsbild. Der Weg führt durch das Naturschutzgebiet Langer Grund und das FFH-Gebiet Geiershöh/Rothebuche bis hin zu den Franzosenwiesen, einem Hochmoor mit Quellen, Teichen und seltenen Tier- und Pflanzenarten, von denen viele auf den Roten Listen stehen.

Ein landschaftlicher Höhepunkt ist der Badenstein, eine markante Basaltkuppe, die sich wie ein natürlicher Aussichtspunkt aus dem Wald erhebt. Weiter geht es zur Herrenbrücke, Teil des historischen Herrenweges, der einst die Jagdschlösser Wolkersdorf und Bracht miteinander verband.

Besonders eindrucksvoll ist der Drusenborn, ein sagenumwobener Quelltopf, in dem das Wasser sichtbar aus dem Sand aufsteigt – ein idealer Ort für eine kurze Erfrischung. Auf der Hälfte der Tour begegnet man schließlich dem namensgebenden Naturphänomen: dem Roten Wasser. Als Abfluss aus dem Hochmoor der Franzosenwiesen ist das Bachbett durch natürliche Eisenverbindungen rötlich gefärbt und verleiht dem Ort eine fast magische Atmosphäre.

Die Tour bietet das ganze Jahr über vielfältige Beobachtungsmöglichkeiten für Naturfreunde. Wer am Ende des Weges den Wald wieder verlässt, trägt die Bilder dieses besonderen Naturraums noch lange mit sich – und kommt meist gern zurück.

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