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Sollen die Sportplätze für Kinder wieder freigegeben werden?


Kinder im Lockdown ⇒ Sollen Sport- Und Freizeitstätten wieder geöffnet werden?

Dauer-Lockdown und kein Ende. Schulen erst auf und dann wieder zu, Sportstätten, Fitnessstudios, Bars, Restaurants, Museen, Theater, Kinos, alles fast durchgehend geschlossen, seit nun schon fünf Monaten.

Angesichts des sich nun wieder verstärkt ausbreitenden Coronavirus wird sich in den nächsten Wochen, wie viele Experten prophezeien kaum etwas daran ändern.

Mit den nun auch hierzulande verbreiteten Virus-Mutationen aus Großbritannien oder Brasilien wird die Lage immer brenzlicher. Betroffen sind jedoch nicht nur Erwachsene, die sich im Homeoffice befinden und sich nach der Arbeit mit Beschäftigungen wie täglich einer neuen Netflix-Folge oder Spielen den bei https://mrcasinova.com/de/ aufgeführten Anbietern die Zeit vertreiben, auch die Kleinsten sind betroffen. Home-Schooling, die Isolation von Gleichaltrigen und Freunden und mangelnde Bewegung machen ihnen zu schaffen.

Nicht wenige sagen, dass zumindest die Sportstätten für Kinder wieder geöffnet werden sollten. Bewegung ist wichtig für die Gesundheit und Entwicklung der Kinder. Der Kontakt mit Gleichaltrigen ist wichtig, um die Grundlagen des sozialen Miteinanders und für eine spätere soziale Kompetenz zu entwickeln. Ohne Kontakte mit anderen kann es leicht auch zu psychischen Störungen bei Kindern kommen, die sich auch auf das spätere Leben der Kinder auswirken. Nicht zuletzt sind die Lernergebnisse im Home-Schooling schlechter als im normalen Schulunterricht.

Psychische Verfassung der Kinder hat sich mit Corona verändert

In der viel beachteten COPSY-Studie (Corona und Psyche) des Universitätsklinikums Hamburg Eppendorf (UKE) wurde aufgezeigt, dass Kinder besonders unter der Coronakrise leiden. Die Lebensqualität und auch die die psychische Gesundheit der befragten Kinder und Jugendlichen hat sich insgesamt verschlechtert.

Besonders betroffen sind jedoch Kinder aus sozial schwachen Familien. In der Studie gibt es aber auch einige Aspekte, die Hoffnung machen. Wenn die Familien funktionieren, tragen sie auch die Kinder durch die Krise. Schwierig wird es jedoch, wenn auch die Eltern am Verzweifeln sind, etwa weil sie auf 0-Stunden-Kurzarbeit versetzt wurden, in die Arbeitslosigkeit entlassen wurden oder wegen des Lockdowns um ihre Existenz fürchten müssen.

Etwa jedes dritte Kind betroffen

Die Professorin Ulrike Ravens-Sieberer, Forschungsdirektorin der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des UKE Hamburg und Leiterin der COPSY-Studie sagte angesichts der Präsentation der Ergebnisse der Studie: "Fast jedes dritte Kind zeigt Hinweise auf eine psychische Belastung", "Vor der Pandemie waren es nur 20 Prozent." Fast 85 Prozent aller befragten Kinder finden die Corona-Krise belastend.

Ängste äußern sich auch in Kopfschmerzen

Vor dem Ausbruch des Cornavirus mit den anschließenden Lockdowns, der in den meisten Familien zu einer völlig veränderten Lebenssituation geführt hat, konnte lediglich bei drei von zehn Kindern eine reduzierte Lebensqualität attestiert werden. Im Laufe der Studie stieg der Anteil zunächst auf sechs von zehn Kindern und liegt aktuell sogar bei sieben von zehn Kindern. Fast jedes dritte Kind leidet seit dem Beginn der Pandemie unter psychischen Auffälligkeiten.

Ravens-Sieberer sagt: „Wir stellten Ängste und Sorgen fest, wie Kopfweh und Niedergeschlagenheit“. Auch das Gesundheitsverhalten der Kinder habe sich insgesamt verschlechtert. Mehr als 40 aller Kinder treibt aktuell überhaupt keinen Sport mehr. Ein großer Teil bewegt sich darüber hinaus viel zu wenig. Home-Schooling und die pauschale Schließung der Sportstätten, das Verbot von Vereinsaktivitäten und Ausgangsperren beziehungsweise Ausgangsbeschränkungen sind hierfür die Hauptursachen.

Die Zeit wird mit Spielen am Smartphone, am Tablet oder am Computer verbracht. Das Home-Schooling sorgt ohnehin schon für ein viel zu langes Sitzen vor den Geräten. Ein geplantes und geordnetes Öffnen der Sportvereine und Sportstätten und andere Freizeiteinrichtungen unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln könnte hier eine Linderung der Symptome herbeiführen, dem Bewegungsmangel abhelfen und Langzeitschäden vermeiden helfen.

Paradoxerweise hatten viele Wissenschaftler ursprünglich angenommen, dass sich die meisten Kinder viel schneller an die neue Situation mit Corona und Lockdown gewöhnen würden. Das ist jedoch nicht der Fall, wie die Studie aus Hamburg belegt. „Unsicherheit kann man schwer adaptieren.“ Währenddessen Verhaltensstörungen früher in den Schulen aufgefallen sind, stellen nun die Ärzte bei den Checks fest wie niedergeschlagen viele Kinder in der derzeitigen Situation sind.

In vielen Familien ist die Stimmung sehr schlecht

In vielen Fällen, in denen die Eltern vielleicht selbst an Covid-19 erkrankt sind oder wo die Familien in viel zu engen Wohnverhältnissen Leben und die Eltern vielleicht sogar um ihre Existenz bangen müssen, herrscht derzeit dauerhaft schlechte Stimmung, die sich auch besonders belastend auf die Kinder auswirkt.

Besonders betroffen sind Kinder aus sozial schwachen Familien. Hier finden die Kinder schon in normalen Zeiten vergleichsweise wenig Unterstützung durch die Eltern. Nicht selten kommen auch Alkohol oder aggressives Verhalten ins Spiel. Auch bei den betroffenen Erwachsenen ist zu beobachten, dass Wut, Aggressionen und psychosomatische Beschwerden zugenommen haben, die sich in letzter Konsequenz auch auf das Verhalten der Kinder auswirken beziehungsweise auch übertragen werden.

Aber auch in besser gestellten Familien sei die Stimmung in der Familie angesichts der ständigen Angst sich oder andere anzustecken schlechter geworden. Etwa 40 Prozent der in der Studie Befragten Kinder gab auch an, dass auch das Verhältnis zu den Freunden schlechter geworden ist. Der Grund liegt natürlich auf der Hand. Ein persönliches Treffen mit Freunden ist wegen der geltenden Kontaktbeschränkungen kaum möglich.

Offensichtlich sorgt einzig und allein ein guter Familienzusammenhalt bei den Kindern für eine Vermeidung schwerwiegender psychischer Auffälligkeiten. Kinder benötigen gerade in der Zeit der Krise noch viel mehr Zuspruch und Aufmerksamkeit, so jedenfalls die Studienleiterin Ravens-Sieberer. „Wenn eine Familie stabile Beziehungen bietet, wenn sich die Kinder aufgehoben und geschätzt erleben, dann gucken sie auch optimistischer in die Zukunft.“

In der COPSY-Studie des Hamburger UKE zum Wohlbefinden und zur seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in der Coronakrise wurden im Zeitraum von Mitte Dezember 2020 bis Mitte Januar 2021 mehr als 1000 Kinder und Jugendliche und circa 1600 Eltern mittels eines Online-Fragebogen befragt.

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