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Mathematikum deutschlandweit und international 1.000 Wanderausstellungen in aller Welt


Prof. Beutelspacher erinnert sich noch gut an die Wurzeln des Mathematikums. Noc

Prof. Beutelspacher erinnert sich noch gut an die Wurzeln des Mathematikums. Noch während der ersten Ausstellung 1994 in einem Seminarraum im Phil II mit Exponaten, die von Studierenden hergestellt wurden, erhielt er Anrufe von Kollegen, die diese Ausstellung auch zeigen wollten.

So wurde aus den ersten, noch selbstgemachten Exponaten ohne großes Zutun eine Wanderausstellung.

Diese Phase war ideal für die Entwicklung des Mathematikum, denn das Team konnte bei jeder neuen Ausstellung auch neue Experimente ausprobieren. Für Prof. Beutelspacher war noch etwas anderes wichtig: „An jedem Ort konnten wir die Begeisterung der Besucherinnen und Besucher erleben und wurden so immer sicherer, dass dieser neue Zugang zur Mathematik für viele Menschen das richtige ist.“

Auch nach Eröffnung des Mathematikums in Gießen im Jahr 2002 ließ das Interesse an der Wanderausstellung nicht nach. Daher wurden die Exponate der Wanderausstellung so gestaltet, dass sie sicher transportiert, sowie gut auf- und abgebaut werden konnten. Neben dem „Klassiker“ der Wanderausstellung „Mathematik zum Anfassen“ mit 30 „Best of“-Exponaten wurden viele Sonderausstellungen wanderfähig gemacht. So touren jetzt auch Ausstellungen des Mathematikums unter anderem zu den Themen Zufall, virtuelles Wasser, Unendlichkeit, Leonardo da Vinci usw. durch Deutschland, aber auch das europäische Ausland und sind dort für einen Zeitraum zwischen zwei Wochen und zwei Jahren in Schulen, Museen und Science Center zu Gast. Außerdem gibt es auch das Mini-Mathematikum für drei- bis sechsjährige Kinder als Wanderausstellung, das sich großer Beliebtheit erfreut.

Die Exponate werden stets von einem Team aus zwei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Mathematikums an den Ausstellungsort gefahren und dort aufgebaut. Nachdem die Betreuerinnen und Betreuer vor Ort geschult wurden, übernehmen diese die Betreuung der Ausstellung.

Die Ausstellungen vor Ort sind jedes Mal große Erfolge. Das geht so weit, dass viele Ausleiher zu „Wiederholungstätern“ werden und jährlich eine Ausstellung des Mathematikums zeigen.

Die Wanderausstellungen sind so begehrt, dass jetzt die unglaubliche Zahl von 1.000 Wanderausstellungen erreicht wurde. Prof. Beutelspacher freut sich sehr darüber, dass – zufällig! – die 1.000ste Ausstellung etwas ganz Besonderes ist. „Mathematik zum Anfassen“ ist nämlich ganze zwei Jahre lang im Freilichtmuseum Hagen zu bestaunen und wird dort Zehntausende von Besucherinnen und Besucher begeistern. Dazu hat das Team des Mathematikums sogar noch zusätzliche Experimente entwickelt, damit die Ausstellung insgesamt möglichst gut zum Freilichtmuseum passt.

Auch die Besucherzahlen der Wanderausstellungen insgesamt sind beeindruckend. Wenn man annimmt, dass im Durchschnitt etwa 3.000 Menschen eine Wanderausstellung besuchen, dann waren es drei Millionen Menschen, die sich in den vergangenen Jahren von diesem Exportschlager Gießens begeistern ließen. Denn die Wanderausstellungen tragen nicht nur das Mathematikum in die Welt, sondern sind auch ein Botschafter für die Stadt Gießen!

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