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Ausstellung "Transformation" in Wettenberg


24.08.2018
16.09.2018

"Transformation" heißt die neue Ausstellung, die vom 24. August bis zum 16. September in der Kunsthalle des Kunst- und Kulturkreises Wettenberg (KuKuK) gezeigt wird.

Drei Künstlerinnen, alle Vereinsmitglieder des KuKuKs, präsentieren ihre Werke unter diesem Oberbegriff.

Ausstellung Transformation in WettenbergTransformation- Umformung, Verwandlung, Veränderung, Metamorphose- bezeichnet einen Prozess, der Form, Inhalt und Aussehen eines Objekts oder Lebewesens verändert. Es ist ein vielschichtiger Begriff, der nicht nur in der Kunst, sondern auch in den Natur- und Geisteswissenschaften, in Wirtschaft, Politik und nicht zuletzt im Alltagsgeschehen seinen Platz hat.
Wer kennt nicht die Verwandlung der Kaulquappe zum Frosch und die Metamorphose der Raupe zum Schmetterling? Weitergehend läßt sich aber auch die Veränderung der Welt durch den Menschen als Transformation begreifen, wenn Urwälder in Steppen, bewaldete Berge in Karstgebiete und Flüsse in tote Kanäle verwandelt werden. Andererseits werden auch die Menschen und ihre gesellschaftlichen Systeme durch geänderte Umweltbedingungen „transformiert“- im Idealfall von rücksichtslosen Ausbeutern zu Vertretern von Nachhaltigkeit und Achtsamkeit.
Auch kulturelle Eigenheiten unterliegen im Laufe der Zeit und durch Einführung neuer Techniken einer Transformation- so haben sich seit der Entwicklung der Sozialen Medien viele Erfahrungen und Wahrnehmungen der jungen Menschen in die virtuelle Welt verlagert.
Künstler verändern die Sicht auf die Welt durch geistige Auseinandersetzung: Aus der künstlerischen Perspektive erwächst die Transformation im immer neuen Entdecken der Welt und der Mitmenschen und ihrer Eigenschaften, im Umformen und neu Finden, im Verwerfen und neu Beginnen.

Auch der Betrachter eines Kunstwerkes braucht die Fähigkeit zur Transformation: Um den Inhalt eines Werkes zu erfassen, muss er sich auf das Unbekannte einlassen und in den vielfältigen Formen, Farben und Motiven und den gedanklichen Überlagerungen, die im Kunstwerk möglich sind, den Absichten des Künstlers allmählich auf die Spur kommen.
Die drei Künstlerinnen greifen das Thema „Transformation“ auf unterschiedliche Weise auf.

Uschi Lanzet- Hallen, Kunstpädagogin und Lehrerin, geprägt durch "Freude am Sachenmachen, Kunst anschauen und am Leben", verwendet gebrauchte Plastiktüten für die meisten ihrer Werke. Sie zerschneidet sie und fügt sie zu einer neuen Bildidee zusammen. Durch diese Transformation verlieren die Tüten ihre Funktion als Transportmittel und Reklameträger, und sie zeigen auch den Wandel der Zeit, wenn die Motive darauf an die Gesellschaft der 60-er und 70-er Jahre erinnern.

In abstrakten Fotografien bringt sie Alltagsgegenstände, Personen, Ereignisse und Objekte in neue Zusammenhänge, z.B. durch das Aufbringen auf andere Bildträger. Gegenstände werden auf Papier gedruckt und gewinnen eine ästhetische Qualität, die Spielraum für eigene Interpretationen lässt.

Silvia Rudnicki zeigt Leuchtobjekte, Malerei, Fotografien und Skulpturen. Sie thematisiert die allgegenwärtigen Wandlungen und Veränderungen in unserem Leben und im Universum durch Wasser, Planeten, Menschen und Abstraktes.

Ein Triptychon, das mittels einer Folientechnik mit immer neuen Acryl- Lasuren entstand, lässt unterschiedliche Wassertiere entdecken und andere erahnen.

Bezugnehmend auf Khalil Gibran: "Die Kunst ist ein Schritt vom sichtbaren Bekannten zum verborgenen Unbekannten" widmet sie sich mit ihren Leuchtobjekten dem Universum. Diese Bildobjekte von Planeten entstehen nur langsam, in langwierigen Arbeitsprozessen vom Beginn des Rahmenbaus bis zur letzten Pigmentschicht. Sand, zerstoßene Gesteine, Erdgemische und Vulkansplitter setzt sie zueinander in Beziehung, experimentiert, trägt Lasurschicht um Lasurschicht auf, bis das Sichtbare unsichtbar und das Unsichtbare sichtbar wird. Die fertigen Leuchtobjekte können auch als Bilder gesehen werden, sie verwandeln Tag in Nacht und umgekehrt.
Ihre größte Skulptur thematisiert Transformation durch Schwangerschaft, außerdem zeigt sie Fotografien und Experimente mit Eis, die fotodokumentarisch festgehalten werden.

Regina Willems nähert sich dem Thema "Transformation" auf spirituelle Weise.

Schon als Kind beschäftigten sie die Traumata, die die Kriegsgenerationen an ihre Kinder und Enkel weitergaben.

Die Fragen: "Was bin ich? Was soll ich hier? Wo komme ich her? Wo gehe ich hin? Warum ich? Warum jetzt gerade?" ließen sie auch im Berufsleben nicht los. Auf der Suche nach individuellen Therapiekonzepten fühlte sie transzendente Erfahrungen, die auch Wunder möglich erscheinen ließen.
Um Selbstheilung anzustoßen, kann künstlerische Beschäftigung eine wichtige Rolle übernehmen. Als bewusst lebender Mensch fordert sie, hellwach zu sein, Tun und Sein zu hinterfragen und an der Entwicklung der Zukunft mitzuwirken.

Ihre oft großformatigen Bilder und Fotografien thematisieren ihr eigenes Erleben, ihre Überzeugungen und ihre Sicht auf die Welt.

Die Ausstellung in der Kunsthalle ist zwischen dem 24.08. und dem 16.09. an jedem Wochenende von 15.00 - 18.00 Uhr geöffnet.

Am Freitag, dem 31. 08. um 19.30 Uhr gastiert Cuarteteo Mosaico mit kammermusikalischer Weltmusik.

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