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Das Ewige Eis in Dornburg – ein verborgenes Naturwunder im Westerwald
Am Südhang der Dornburg, zwischen Frickhofen und Wilsenroth, liegt eines der faszinierendsten Naturphänomene Hessens: das Ewige Eis.
Schon seit dem 19. Jahrhundert zieht dieser geheimnisvolle Ort Wanderer, Naturfreunde und Geologie‑Fans in seinen Bann. Wer den Hang betritt, spürt sofort die kühle Luft, die aus den Felsspalten strömt – selbst an warmen Sommertagen. Es ist ein Moment, der überrascht, innehalten lässt und die Kraft der Natur eindrucksvoll spürbar macht.
Unter der mächtigen Basaltgeröllhalde verbirgt sich eine dauerhaft gefrorene Zone, die in dieser Form in Hessen einzigartig ist. Bereits ab einer Tiefe von rund 50 bis 80 Zentimetern stößt man auf massives Eis, das sich in den Hohlräumen zwischen den Felsblöcken gebildet hat. Die Eisschicht kann bis zu zwei Meter mächtig sein, und der Untergrund ist stellenweise bis zu acht Meter tief gefroren. Vermutlich handelt es sich um ein Relikt aus der letzten Eiszeit – ein geologisches Erbe, das die Jahrtausende überdauert hat.
Für Besucher ist das Ewige Eis bequem über einen Wanderweg erreichbar. Zwei Aussichtsplattformen bieten sichere Einblicke in die Geröllhalde und eröffnen zugleich einen schönen Blick über die Landschaft des Westerwaldes. Besonders eindrucksvoll ist der Ort an warmen Tagen, wenn die kalte Luft aus den Felsspalten deutlich spürbar ist und sich ein fast mystisches Gefühl einstellt.
Die Dornburg selbst ist eine markante Basaltkuppe und Teil des Nationalen Geoparks Westerwald‑Lahn‑Taunus. Neben der geologischen Besonderheit lohnt sich auch der Blick in die Geschichte: Die Dornburg war einst ein keltischer Siedlungsplatz und zählt zu den bedeutenden Kulturstätten der Region.
Wer Naturwunder liebt, sollte sich dieses außergewöhnliche Ausflugsziel nicht entgehen lassen.
Bild: Whgler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.
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