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Burg Schadeck


<a href="https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Burg_Schadeck.jpg">Whgler</a>,

Die Burg Schadeck erhebt sich hoch über der Lahn im gleichnamigen Stadtteil von Runkel im Landkreis Limburg-Weilburg.

Sie wurde Ende des 13. Jahrhunderts von Bligger V. von Steinach, einem Enkel des Minnesängers Bligger II., erbaut. Ihr Zweck war ungewöhnlich: Sie entstand als Trutzburg gegen die nahegelegene Burg Runkel, da die Familien von Steinach und von Runkel in ständiger Fehde lagen. Bereits 1294 wird die Anlage erstmals urkundlich erwähnt.

Die Burg besaß einen rechteckigen Grundriss von etwa 40 mal 20 Metern, mit bis zu drei Meter dicken Mauern. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie mehrfach erweitert und verstärkt, sodass sie zu einer der bedeutenden Festungen im mittleren Lahntal wurde. Ihre Lage – rund 50 Meter über dem Fluss – erlaubte eine hervorragende Kontrolle über Handelswege und die Schifffahrt.

Im Dreißigjährigen Krieg erlitt die Burg schwere Schäden. Zwar wurde sie wieder aufgebaut, doch ihre militärische Bedeutung schwand zunehmend. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage schließlich aufgegeben und verfiel.

Heute sind von der einst mächtigen Burg vor allem Teile des spätgotischen Wohnhauses mit kleinem Eckturm sowie Reste der Wehrmauern erhalten. Besucher können die frei zugängliche Ruine erkunden und von der Höhe aus einen eindrucksvollen Blick über das Lahntal genießen. Die Burg ist ein beliebtes Ziel für Wanderer und Radfahrer, da sie direkt am Lahntal-Radweg liegt.

Neben ihrer landschaftlichen Lage ist Burg Schadeck auch kulturhistorisch bedeutsam: Sie erinnert an die Machtkämpfe des Mittelalters und an die Rivalität zweier Adelsgeschlechter, die mit ihren Burgen über Jahrhunderte das Bild des Lahntals prägten.

Bild: Whgler, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons.

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