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Mehr über Kaffee lernen mit virtuellen Kaffeeplantagen-Touren 


Mehr über Kaffee lernen mit virtuellen Kaffeeplantagen-Touren

Kaffee ist für viele mehr als nur irgendein Getränk, das man regelmäßig zu sich nimmt, sondern oftmals Hobby und Genuss zugleich. Dass man als Liebhaber von Speciality Coffee beim Kauf von Kaffeebohnen nicht unbedingt zum Supermarkt-Schnäppchen im Angebot greift, dürfte sowieso klar sein.

Das Fachsimpeln über Röstgrade von Light Cinnamon bis Dark French zählt für Kaffee-Nerds genauso zum Hobby, wie die Frage ob und wie viele Robusta-Kaffeebohnen in eine Espresso-Mischung gehören. 

Aber zu Kaffeegenuss mit gutem Gewissen gehört auch, dass man über die Produktionsbedingungen Bescheid weiß, unter denen die Kaffeebohnen angebaut und geerntet wurden, die man konsumiert. Denn selbst im Jahr 2021 sind Dumpinglöhne und Kinder- sowie Zwangsarbeit auf Kaffeeplantagen noch immer nicht ausgerottet. 

Seit 1997 wurde unter anderem deswegen das allererste Robusta-KaffeebohnenFair-Trade-Label für Kaffeebohnen eingeführt. Dieses garantiert faire Arbeitsbedingungen auf der Plantage und einen verlässlichen Abnahmepreis für den Produzenten. Für Verbraucher in Europa ist der Preisunterschied marginal, kann aber für die vielen Existenzen, die am Kaffee hängen, einen großen Unterschied machen.  

Tourismus in Kaffeeregionen wurde immer beliebter - bis zum Start der Pandemie

 
In den verschiedenen Kaffeeanbaugebieten der Welt - ob in Äthiopien, Vietnam, Kolumbien oder Costa Rica - waren in den letzten Jahren Kaffeeerlebnisse für interessierte Touristen immer beliebter geworden. Die einzelnen Schritte auf dem Weg zur Tasse Kaffee - von der Pflanze bis zur Röstung - das hatte immer mehr Kaffeeliebhaber aus westlichen Ländern angezogen. 

Für viele Regionen im ländlichen Kolumbien oder Äthiopien, die sonst wenig von den internationalen Touristenströmen abbekommen, war dieser Trend ein Segen. Für Kaffee-Bauern, deren Einkommen schon mit einem Unwetter und einer schlechten Ernte gefährdet sein könnte, war es die Chance, sich ein zweites Standbein aufzubauen. 

Doch die globale Corona-Pandemie hat diesem Trend zuletzt ein jähes Ende bereitet. Einige findige Kaffeebauern haben sich in der Not eine digitale Alternative gesucht. Wenn schon im beruflichen und privaten Leben vieles über Zoom, Microsoft Teams und Skype läuft, wieso dann nicht auch eine solche Plantagen-Tour? 

Dutzende solcher Angebote sind in den letzten Monaten aus dem Boden gesprossen und sie werden immer beliebter. Kaffeeliebhaber auf dieser Seite der digitalen Leitung in westlichen wohlhabenden Ländern erfahren mehr über ihr Lieblingsgetränk und können die einzelnen Schritte im Leben einer Kaffeebohne nachvollziehen.

Austausch mit den Kaffeebauern und anderen Kaffeeliebhabern

  
Dazu erhält man als Kunde einer solchen Tour die seltene Chance, sich mit einem absoluten Kaffeeprofi auszutauschen. Denn ausführliche Gespräche mit den Kaffeebauern zählen meist zu den Angeboten. So erfährt man beispielsweise auch, wie die Umgebung, die Böden und das Mikroklima einer Plantage den Geschmack der Kaffeebohnen beeinflussen. 

Die Angebote sind vielmals interaktiv, das heißt, dass man sich während eines virtuellen Rundgangs über das Gelände einer Farm mit anderen Teilnehmern austauschen kann. Speciality Coffee ist in vielen Ländern Europas unglaublich populär geworden, so eine Tour ist da die Chance, sich zu vernetzen. 

Noch sind Angebote in deutscher Sprache die absolute Ausnahme, aber viele Farmen offerieren bereits jetzt Touren in verschiedenen anderen Sprachen. Sollte der Trend zur Digital-Tour weiterhin anhalten, dürfte man künftig auch vermehrt virtuelle deutsche Angebote finden. 

Für Kaffeeliebhaber ist einer solche Tour zudem eine Chance, den Ort kennenzulernen, an dem ihr Kaffee produziert wurde - sowie die Gesichter hinter der Kaffee-Farm, die einem dazu noch erklären, wie man die Bohne am besten zu köstlichen Kaffee macht. Wer kann das schon von sich behaupten? 

Natürlich dient die Tour so gesehen auch als Chance für die Bauern, ihre Produkte anzupreisen, was per se ja nichts verwerfliches ist, solange daraus keine bezahlte Verkaufsveranstaltung wird. Oftmals sind die Touren verbunden mit Rabatten für Teilnehmer, sollten die sich zum Kauf von Kaffeebohnen entscheiden. 

Denn das was natürlich im Vergleich zu einer Tour vor Ort fehlt, ist die gemeinsame Tasse im Anschluss. Den Kaffee zum Probieren gibt es schlussendlich erst Wochen später, wenn die Post das Paket mit dem begehrten Gut abliefert. Dafür steht aber definitiv fest: Günstiger als eine Reise in das eigentliche Kaffee-Anbaugebiet ist die digitale Alternative allemal. 

Preise und Dauer: Der Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt

Preislich liegen die Touren meist irgendwo zwischen 10 und 50 US-Dollar - was natürlich auch von der Region abhängt. In Panama verlangt ein Bauer aufgrund der dortigen Lebenshaltungskosten meist mehr, als im nicht weit entfernten aber günstigeren Kolumbien. Je nach Programm kann so eine Tour schon mehrere Stunden dauern. Wer zeitlich ein wenig eingeschränkter ist, findet auch Alternativen, die nur 45 Minuten dauern. 

Bei Live-Touren sind zudem die nicht zu unterschätzenden Zeitunterschiede zu beachten. Vietnam ist Mitteleuropa um sechs Stunden voraus, während es im Falle von Äthiopien nur zwei Stunden sind. Virtuelle Kaffeetouren auf dortigen Plantagen können dementsprechend nur Vormittags und Mittags stattfinden. Genau andersherum verhält es sich mit Anbaugebieten in Südamerika, die zeitlich vier bis sechs Stunden hinter uns liegen, weswegen sich die Abendstunden hierzulande anbieten. 

Mehr über Kaffee lernen und dabei etwas Gutes tun

Egal wofür man sich schlussendlich auch entscheidet. Mit einer virtuellen Kaffeetour lernt man nicht nur sehr viel mehr über Kaffee, als das sonst möglich ist. Die Euros, die man dafür ausgibt helfen den Bauern in meist sehr viel ärmeren Ländern weiter. Denn die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind auch in klassischen Kaffeeländern wie Kolumbien oder Äthiopien zu spüren.

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