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Trinitatiskirmes in Neustadt (Hessen)
Vom Samstag, 30. Mai, bis Donnerstag, 4. Juni 2026, verwandelt die Trinitatis‑Kirmes Neustadt die Innenstadt erneut in einen lebendigen Festplatz.
Als ältestes Volksfest im Landkreis Marburg‑Biedenkopf blickt sie auf eine über fünfhundertjährige Geschichte zurück und erinnert an die Weihe der Stadtpfarrkirche im Jahr 1504. Sechs Tage lang verbindet das Heimatfest Tradition, Musik, Begegnungen und ein vielfältiges Programm für alle Generationen.
Der Auftakt erfolgt bereits am Donnerstagabend, wenn sich die Neustädter an der Stadtmauer versammeln, um die Kirmes mit einem ökumenischen Gottesdienst zu eröffnen. Direkt im Anschluss folgen die traditionellen Elemente, die seit Jahrhunderten zum festen Ritual gehören: der Fassanstich, die feierliche Einführung von Junker Hans und seinem Burgfräulein sowie der Neubürgertrunk. Das erste Fass Licher‑Bier wird in diesem Jahr von Felicitas Trebes‑Börner angestochen – eine Würdigung ihres jahrzehntelangen Engagements im Neustädter Karneval, bei den Biedermeier‑Damen und in der katholischen Messdienerarbeit.
Ab Freitag wird in der Lehmkaute kräftig gefeiert. Das Festzelt öffnet seine Tore, und die Kirmes nimmt Fahrt auf. Der Samstagabend beginnt um 21 Uhr mit der Band „Dezibel“, die auf vielfachen Wunsch wieder für Stimmung sorgt. Gegen 22.30 Uhr erleuchtet ein großes Feuerwerk den Himmel über Neustadt und setzt einen glanzvollen Akzent im Festverlauf.
Der Sonntag gehört traditionell dem Festzug. Ab 14 Uhr zieht ein farbenfroher Zug durch die Straßen der Stadt – mit acht Kapellen, zwei Trachtengruppen und rund dreißig weiteren Zugnummern. Vereine, Gruppen und historische Elemente machen den Festzug zu einem der Höhepunkte des gesamten Wochenendes und zu einem lebendigen Spiegel der Neustädter Gemeinschaft.
Am Montagmorgen findet um 10 Uhr ein Gedenkgottesdienst für die Verstorbenen der Gemeinde in der Friedhofskapelle statt. Um 11 Uhr lädt der VfL Neustadt zur Totenehrung ein, bevor im Festzelt der Frühschoppen beginnt und der Tag in geselliger Runde weitergeht.
Parallel dazu wurde der Festplatz sorgfältig bestückt. Generalpächter Konrad Ruppert und Festwirt Toni Ahlendorf haben gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Groll und René Spatzier ein Angebot zusammengestellt, das für Jung und Alt gleichermaßen attraktiv ist. Neben Auto‑Scooter, Kinderkarussell und dem beliebten „Babyflug“ dürfen sich die Besucher auf den „Scirocco“, den „Disco Dance“ – auch als „Scheibenwischer“ bekannt – und den „Flipper“, eines der schnellsten Fahrgeschäfte Deutschlands, freuen. Eine Geisterbahn ergänzt das Angebot, ebenso wie klassische Ausspielungen von Dosenwerfen über Schießbude bis zum Entchen‑Angeln. Dazu kommen zahlreiche Imbissstände und zwei Biergärten, die für das leibliche Wohl sorgen. Heimatgefühl, Geselligkeit und lebendiger Geschichte.
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