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Gut besucht: Wie Bad Homburg für Touristen attraktiv bleibt


Gut besucht: Wie Bad Homburg für Touristen attraktiv bleibt

Bad Homburg ist deutschlandweit als Kultur- und Bäderstadt bekannt und lockt eine große Zahl an Touristen. Doch was tut die Stadt genau dafür, um für Besucher interessant zu sein? Wir analysieren die Lage, erklären die Geschichte der Kulturstadt Bad Homburg und zeigen, wie Touristen erfolgreich gelockt werden.

Lange Geschichte

Bad Homburg kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Bereits zur Römerzeit erfolgte die Besiedelung der Homburger Bucht. Die Spuren des modernen Homburgs reichen wiederum bis ins Spätmittelalter zurück.

Ihren landesweit bekannten Status erlangte die Stadt aber erst ab der Mitte des 19. Jahrhunderts. Im Jahr 1830 wurde der Plan gefasst, Bad Homburg in den Rang einer Kulturstadt zu erheben. Die Umsetzung des Plans beinhaltete die Errichtung der Spielbank Bad Homburg, die am 23. Mai 1841 nach der Finanzierung durch die Gebrüder Blanc eröffnet wurde. Was heute rudimentär klingt - welche größere Stadt verfügt über keine Spielbanken? - war tatsächlich ausschlaggebend für das Aufblühen des Ortes, welcher damals überregional noch keinerlei Bekanntheit genoss: Durch die Einnahmen der Spielbank konnte eine elektrische Straßenbeleuchtung finanziert werden, ebenso wie eine Eisenbahnverbindung nach Frankfurt.

Die Spielbank Bad Homburg genießt eine mehr als 150jährige Geschichte.Das Casino avancierte in den kommenden Jahren zu einem gewaltigen wirtschaftlichen Erfolg: Schon bald zog Bad Homburg Touristen, sowie den Geldadel in Scharen an. Dazu verhalf den Gebrüdern Blanc ein gerissener Trick beim Roulette-Spiel, welches Mitte des 19. Jahrhunderts äußerst populär war: Üblich war beim Roulette damals nämlich die Variante mit der sogenannten "Doppelzéro", also der doppelten Null. Heute wird diese Art des Spiels oft als "amerikanisches Roulette" bezeichnet. Der geniale Kniff der Brüder Blanc: Sie verzichteten auf die Doppelzéro, wodurch das Roulette-Rad ein Feld weniger enthielt. Dadurch sank der Hausvorteil, die Spieler hatten also leicht erhöhte Chancen auf das richtige Feld zu setzen. Dieser simple Trick lockte Spieler aus ganz Europa an. Sogar der russische Schriftsteller Fjodor Dostojewski stattete der Spielbank einen Besuch ab und verewigte sie in seinem Roman "Der Spieler".

Nachdem der Kulturbetrieb nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs zeitweise zurückging, wurde Bad Homburg immer mehr zu einem beliebten Wohnsitz für wohlhabende Familien und ist heute als Kurort, Bäderstadt und Kulturort bekannt.

Exklusiver Titel

Was aber macht den Status einer Kur- und Bäderstadt eigentlich aus? Ein Kurort ist nach rechtlicher Definition ein Teil einer Gemeinde, der sich aufgrund seiner Lage oder anderen Eigenarten ideal für medizinische Therapien eignet. Beispielsweise kann ein Kurort Therapien für die Haut, bei Problemen der Atemwege und mehr anbieten. Um sich offiziell Kurort nennen zu dürfen, muss eine Gemeinde mehrere Auflagen erfüllen. Am wichtigsten ist das Vorhandensein eines umfangreichen Angebots an Heilverfahren und medizinischen Therapien unter Zuhilfenahme von natürlichen Heilmitteln.

In Deutschland gibt es rund 400.000 Beschäftigte in Kurorten, die jährlich rund 30 Milliarden Euro erwirtschaften. Oft haben diese sich auf eine bestimmte Form von Therapie spezialisiert. So etwa im Fall von Badeorten (oder auch Bäderstädten), wie im Fall von Bad Homburg. Das „Bad“ im offiziellen Städtenamen dürfen dabei nur Städte tragen, die über staatlich anerkannte Heilbäder verfügen. So etwa das Kurhaus Bad Homburg und das Kaiser-Wilhelms-Bad. Mit dem Seedammbad und der Taunus-Therme sind lokal zudem Bäder vorhanden, die mehr der Entspannung in der Freizeit dienen.
Ausflugsorte wie der Kurpark locken viele Touristen.
Bad Homburg gilt allerdings auch als Kulturstadt. Hierbei spielt Unterhaltung eine große Rolle, denn diese ist zwingende Voraussetzung für einen guten landesweiten Ruf. In Bad Homburg gibt es eine Vielzahl von kulturellen Veranstaltungen wie etwa die Homburger Schlosskonzerte, die ähnlich wie die Braunfelser Sommerkonzerte besonders in den warmen Monaten beliebt sind. Aber auch das Orgelfestival oder die seit 1997 stattfindende Skulpturenausstellung haben viele Fans. Weiterhin bedeutend für die Stadt ist auch die bereits erwähnte Spielbank, die beispielsweise im Jahr 2000 rund 360.000 Besucher locken konnte.

Attraktiv für Touristen

Ausschlaggebend für den Ruf als Kulturstadt ist dabei, wie attraktiv Bad Homburg sich für Touristen und Besucher zeigt. Der wichtigste Punkt sind natürlich Sehenswürdigkeiten und Veranstaltungen in der Stadt: Der Kurpark etwa ist einer der größten Parks in Deutschland und existiert bereits seit über 150 Jahren. Auf rund 40 Hektar können die Besucher hier über 136 Straucharten und 82 Baumarten aus aller Welt erleben.

Die Brunnen im Park sind zudem eine wichtige Attraktion. Auch die vielen Kirchen in der Stadt, die Auswahl an Denkmälern und die Landgräfliche Gartenlandschaft locken kulturell interessierte Touristen. Und auch beim Thema Veranstaltungen glänzt die Stadt mit großer Auswahl: Ob der Erntedankmarkt, der Kurparklauf, die Oldtimer-Events, eine große Auswahl an Kinos oder das Thai Festival Bad Homburg - für Touristen ist eine große kulturelle Auswahl geboten.

Nach wie vor einer der Stützpfeiler der Stadt ist das Casino. Die Spielbank Bad Homburg überzeugt durch eine große Auswahl an Spielen wie Roulette, Poker oder Blackjack. Auch für kulinarische Genüsse ist gesorgt: Das Restaurant der Spielbank ist in einen Innen- und einen Außenbereich aufgeteilt, wovon vor allem letzterer eine äußerst angenehme Atmosphäre für die dinierenden Gäste versprüht. Ob Rhabarbertarte, Linguine oder Scampis, hier findet jeder Gast etwas das ihm zusagt.

Regelmäßige Events, beispielsweise beim Poker, runden das Gesamtbild ab. Selbstverständlich ist für die gehobene kulturelle Atmosphäre im Casino auch etwas weiteres wichtig: Die Gäste müssen Spiele wie Roulette und Blackjack zumindest grob beherrschen. Während Poker und Roulette etwas komplexer sind, können Spieler vergleichsweise recht einfach die Blackjack Regeln lernen. Beim Blackjack gibt der Croupier den Spielern zwei Karten aus. Sich selbst gibt er ebenfalls zwei Karten aus, davon bleibt eine verdeckt. Ziel der Spieler ist es, eine anhand der Kartenwerte gemessen höhere Hand als der Croupier zu haben oder bei exakt 20 Punkten zu landen. Dabei können die Spieler entscheiden, ob sie halten, ziehen, aufgeben, verdoppeln oder teilen wollen. Bildkarten zählen zehn Punkte und das Ass entweder als 1 oder 11. Durch den Mix aus einfachen und komplexen Spielen lockt die Spielbank der Stadt viele Besucher an.

Ein wichtiger Punkt für den Erfolg einer Kulturstadt ist zudem das Thema Marketing. Mit Ressourcen wie dem "Gastgebermagazin", einem eigenen Newsletter und deutschlandweit vermarkteten Veranstaltungen wie Musicals, lockt die Stadt Touristen. Seit einiger Zeit bietet Bad Homburg auf seiner offiziellen Tourismus-Seite auch Online-Rundgänge der wichtigsten Sehenswürdigkeiten in der Stadt an. So können Nutzer den Kurpark, den Schlosspark oder das Kurtheater über das Internet erleben und sich so ein Bild von den vielfältigen Beschäftigungen machen, die in der Stadt auf sie warten.

Bad Homburg genießt berechtigterweise einen guten Ruf als Kultur- und Bäderstadt. Die Stadt kann dabei auf eine lange Geschichte zurückblicken und musste sich immer wieder neu erfinden. Dank Sehenswürdigkeiten, vielen Veranstaltungen und dem deutschlandweit bekannten Casino, ist Bad Homburg beim Thema Tourismus langfristig sehr gut aufgestellt.

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