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Oldtimertreffen in Laubach


Oldtimertreffen in Laubach

Mit dem Ende der Winterzeit beginnt für viele Oldtimerfreunde die schönste Phase des Jahres: Die betagten Fahrzeuge verlassen ihre Wintergaragen und dürfen endlich wieder das Licht der warmen Jahreszeit genießen.

Auch in Laubach startet damit die neue Saison der beliebten Oldtimertreffen Laubach auf dem Festplatz „Zur Helle“, die 2026 an vier Sonntagen stattfinden: am 19. April, 28. Juni, 30. August und 27. September, jeweils ab 13 Uhr.

Zu jedem Termin versammeln sich zahlreiche liebevoll gepflegte Klassiker – glänzende Karossen, kultige Modelle und echte Raritäten, die oft mit viel Leidenschaft restauriert wurden. Vor allem die charakteristischen Hecktriebler mit ihrer typischen Klangkulisse prägen das Bild dieser Treffen. Für Gespräche über Technik, Restaurierung oder persönliche Geschichten rund um die Fahrzeuge gibt es reichlich Gelegenheit, denn viele Besitzerinnen und Besitzer kommen gern mit Interessierten ins Gespräch.

Der Besuch der Veranstaltung ist wie immer kostenfrei. Im bekannten Pavillon werden Kaffee und süße Kleinigkeiten auf Spendenbasis angeboten; die Spenden kommen in diesem Jahr der Laubacher Tafel zugute. Für das leibliche Wohl sorgt außerdem ein Anbieter mit Balkanspezialitäten, der an allen vier Terminen vor Ort ist. Die Crew von VehicleArt Laubach organisiert die Treffen erneut mit großem Engagement und freut sich darauf, Oldtimerfans, Familien und Neugierige zu einer entspannten Saison voller automobilem Flair willkommen zu heißen.

Oldtimer‑Porträt: Citroën 11CV „Gangsterlimousine“
Geprägt von Altstars in Chrom und Glanz, vom analogen Fahrgefühl und dem charakteristischen Kassettenradio‑Klick bot bereits das erste Treffen alles, was echte Klassiker ausmacht. Und weil jeder dieser automobilen Zeitzeugen seine eigene Geschichte erzählt, stellen wir nach jedem Termin einen „Oldi“ genauer vor. Diesmal geht es um einen Wagen, der nicht nur Automobilgeschichte schrieb, sondern auch Filmgeschichte: den Citroën 11CV – besser bekannt als „Gangsterlimousine“.

Dieses Modell, im Juli 1954 in Frankreich gebaut, war seiner Zeit voraus. Rund 1000 Kilogramm, Frontantrieb, 56 PS aus 1898 ccm – nüchtern betrachtet keine Werte für Geschwindigkeitsrekorde, aber dafür ein Fahrzeug mit Charakter, Eleganz und unverwechselbarer Silhouette. Rund 700.000 Exemplare wurden produziert, und viele davon fanden ihren Weg in die Popkultur. Der 11CV tauchte in Filmen wie „Rififi in Amsterdam“ oder James Bond 007 – Liebesgrüße aus Moskau“ auf und wurde so zum rollenden Symbol französischer Filmästhetik.

Der hier vorgestellte Wagen hat eine ganz eigene Reise hinter sich. Einst brachte ihn ein französischer Student nach Hessen. Die ursprünglich schwarze Limousine stand viele Jahre in einer Scheune in Steinbach bei Lich, bevor ein engagierter Auto‑Enthusiast aus Beuern sie aufwendig restaurierte – inklusive einer neuen, eleganten weißen Lackierung. Heute fährt in diesem Citroën längst kein Gangster mehr. Stattdessen wird er gerne als Hochzeitsfahrzeug gebucht und sorgt für stilvolle Auftritte mit nostalgischem Flair.

Wer in den 11CV einsteigt, erlebt sofort, was diesen Klassiker ausmacht: den Duft von Leder, vielleicht eine Spur Benzin, die aufgeräumte Innenausstattung mit Knöpfen und Hebeln, die noch echte Mechanik spüren lassen, und die kleine Blume am Armaturenbrett, die dem Wagen eine charmante, fast poetische Note verleiht. Geschwindigkeit ist hier Nebensache – das Erlebnis zählt.

Vielleicht sehen wir diese besondere Limousine schon bald wieder, beim nächsten Oldtimertreffen in Laubach.

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