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hungry eyes festival 2025
Das Hungry Eyes Festival 2025 bringt vom 24. Oktober bis 2. November erneut frischen Wind in die Gießener Kulturszene.
Als interdisziplinäres Festival für Film, Performance und bildende Kunst versteht es sich nicht nur als Plattform für experimentelle Filmkunst, sondern auch als Raum für kreative Grenzgänge zwischen verschiedenen künstlerischen Ausdrucksformen.
Im Mittelpunkt steht der Film – jedoch nicht ausschließlich im klassischen Sinne. Vielmehr wird das Medium in all seinen Facetten beleuchtet: als bewegtes Bild, als performative Geste, als installative Erfahrung. Das Programm umfasst 13 Kurzfilme und zwei Installationen aus insgesamt elf Ländern und bietet damit ein vielfältiges Spektrum internationaler Perspektiven und ästhetischer Ansätze.
Die Veranstaltungen finden an mehreren Orten in der Gießener Innenstadt statt, darunter das Kinocenter, das Kleine Haus des Stadttheaters, das Atelier des Trafo e.V. sowie der verglaste Raum im Rathaus am Berliner Platz. Diese bewusst gewählte Vielfalt an Spielstätten unterstreicht den offenen, experimentellen Charakter des Festivals.
Das Hungry Eyes Festival 2025 präsentiert ein vielfältiges Programm mit internationalen Künstler*innen, die sich mit Themen wie Identität, Körper, Erinnerung, Technologie und gesellschaftlichen Strukturen auseinandersetzen. Hier ein kleiner Einblick:
- Sacha Rey zeigt „But I’m a Cheerleader“, eine Installation über Kunstschaffende im Kultursektor und patriarchale Blickregime.
- Aran Kleebaur reflektiert in zwei Videoarbeiten über persönliche Archive und Erinnerungstechnologien.
- Ovsanna Shekoyan’s Film „TWIST“ beleuchtet familiäre Beziehungen und versteckte Identitäten in konservativen Gesellschaften.
- Dawn Woolley kritisiert in „Interloper“ die sexualisierte Bildsprache der Werbung.
- Amélie Cabocel dokumentiert die Lebensrealität von Transfrauen in Medellín.
- Anastasiya Yavtushenko erzählt in einem Dokumentarfilm vom Leben in Krywyj Rih während der russischen Invasion.
- Intizor Otaniyozova komponiert ein ungewöhnliches Projekt: ein uigurisches Weihnachtslied.
- Emma Hütt zeigt mit „FLEISCHFRESSER“ einen kindlichen Blick auf die Welt.
- Laurien Bachmann & Sebastian Six erforschen akustische Räume in verlassenen Häusern.
- Paula Ábalos verarbeitet ihre Erfahrungen als Reinigungskraft in Airbnb-Wohnungen in einem animierten Experimentalfilm.
- Natalia del Mar Kašik porträtiert eine Museumsaufsicht in einem leeren Ausstellungsraum.
- Sarah Lasley erzählt von einer digitalen Utopie im Metaversum und deren Zerfall.
- Zirui Chen analysiert Bürokratie und Identität im Kontext von KI und globaler Ausbeutung.
- Helena Gouveia Monteiro verbindet analoge Filmtechnik mit digitaler Fragmentierung in „SKINFLICKER“.
- Michał Kucharski reflektiert in „They Appeared in the Blue Midnight“ über Kindheit und Erinnerung in Polen.
Seit seiner Gründung im Jahr 2016 hat sich das Hungry Eyes Festival als feste Größe für zeitgenössische Filmkunst etabliert – nicht nur in Gießen, sondern auch überregional, mit Stationen in Berlin und Linz. 2025 kehrt es mit neuen Impulsen und einem spannenden Programm zurück in seine Heimatstadt und lädt dazu ein, Film neu zu denken, zu erleben und zu fühlen.
Alle Infos auf www.hungryeyesfestival.de.
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