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Bergpreis Schottenring
Der Bergpreis Schottenring gehört zu den traditionsreichsten Motorsportveranstaltungen Deutschlands und führt direkt in die bewegte Geschichte einer der ältesten Rennstrecken des Landes.
Der Schottenring, benannt nach der Stadt Schotten zwischen Fulda und Gießen, wurde bereits ab 1952 befahren und zählt gemeinsam mit dem Nürburgring, dem Schleizer Dreieck, der Solitude, dem Sachsenring und der AVUS zu den historischen Klassikern des deutschen Motorsports. Seine Mischung aus anspruchsvoller Streckenführung, landschaftlicher Kulisse und authentischer Atmosphäre macht ihn bis heute zu einem besonderen Ort für Fahrer, Teams und Fans.
Während der historische Rundkurs über 16 Kilometer führte und jahrzehntelang Motorrad‑ und Automobilrennen beherbergte, wird seit 1983 ein Teilstück des alten Rings als Bergrennstrecke genutzt. Dieser Abschnitt beginnt oberhalb von Rudingshain und führt entgegen dem Uhrzeigersinn über die Winkler‑Kurve, die Serpentine und das Karussell bis hinauf zum Ludwigsbrunnen. Die zuletzt gefahrene Variante aus dem Jahr 2019 misst 3.033 Meter und überwindet rund 150 Höhenmeter.
Der gesamte Ort Rudingshain dient während der Veranstaltungstage als Fahrerlager und verleiht dem Event seinen unverwechselbaren Charakter. Der aktuelle Streckenrekord stammt aus dem Jahr 2018, als Herbert Pregartner im Porsche 911 GT2 R die Strecke in beeindruckenden 1:16,113 Minuten absolvierte.
Parallel zum Bergrennen erinnert Schotten seit 1989 mit historischen Grand‑Prix‑Läufen an die große Vergangenheit des Rundkurses. Auf einem 1,4 Kilometer langen Innenstadtkurs, der im Uhrzeigersinn befahren wird, präsentieren sich historische Motorräder, Seitenwagen, Formel‑3‑Fahrzeuge und Sportwagen.
Aufgrund der engen Streckenführung handelt es sich nicht um klassische Rennläufe, sondern um Gleichmäßigkeits‑ und Demonstrationsfahrten, die den historischen Charakter des Schottenrings lebendig halten. Das Vereinsheim des MSC Schotten liegt direkt an der Stadtstrecke gegenüber dem alten Bahnhofsgebäude und bildet einen zentralen Treffpunkt für Aktive und Zuschauer.
Die heutige Bergstrecke beginnt oberhalb von Rudingshain, führt über die markanten Serpentinen und weiter über die Poppenstruth bis zum Ziel am Ludwigsbrunnen. Besonders die Serpentine und die Poppenstruth gelten als beliebte Zuschauerpunkte, an denen sich die Dynamik der Fahrzeuge und die Nähe zum Geschehen besonders intensiv erleben lassen.
Der Bergpreis wird heute als Gleichmäßigkeitslauf ausgetragen, in dem zwei‑, drei‑ und vierrädrige Fahrzeuge in 13 Klassen starten. Damit verbindet die Veranstaltung historische Technik, sportlichen Anspruch und ein familiäres Motorsportgefühl, das in dieser Form nur wenige Events bieten.
Historisch steht der Schottenring für große Rennen, legendäre Fahrer und eine der anspruchsvollsten Strecken Deutschlands. Heute ist er ein lebendiges Denkmal des Motorsports, das mit Bergrennen, Präsentationsläufen und historischen Fahrzeugen die Tradition bewahrt und gleichzeitig ein modernes, sicheres Veranstaltungsformat bietet. Der Bergpreis Schottenring bleibt damit ein fester Bestandteil des deutschen Motorsportkalenders – ein Ort, an dem Vergangenheit und Gegenwart auf einzigartige Weise zusammenfinden.
Der 21. Internationaler ADAC Bergpreis Schottenring geht vom 24. bis 26. April 2026.
Info:
Bergpreis Schottenring
Internet: www.schottenring.de
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