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Nach dem Sommer: Was ist für Eintracht Frankfurt 2020/21 möglich?


Nach dem Sommer: Was ist für Eintracht Frankfurt 2020/21 möglich?

Am 6. August dieses Jahres ist es so weit: Für Eintracht Frankfurt steht das Achtelfinal-Rückspiel in der Europa League an. Das recht aussichtslose Unterfangen nach der 0:3-Niederlage im Hinspiel gegen den FC Basel muss noch bestanden werden, ehe der Blick endgültig auf die Saison 2020/21 fallen kann.

Dort kann das Ziel eigentlich nur lauten, wieder den vollen Fokus auf das Erreichen des internationalen Fußballs zu legen.

Viel Zeit unter der Woche sorgt für Chancen

Nach dem Ergebnis 0:3 im Hinspiel im eigenen Stadion noch weiterzukommen, ist im Europapokal praktisch ausgeschlossen. Zumindest gelang es bislang keiner einzigen Mannschaft, dieses Kunststück zu vollbringen. So steht dann auch Eintracht Frankfurt vor einer schwierigen Aufgabe, wenn es im Rahmen der Europa League am 6. August nach Basel geht, wo im St. Jakob-Park laut Transfermarkt um 21.00 Uhr angepfiffen wird. Sollte Frankfurt das nicht für möglich gehaltene Wunder vollbringen, wartet im Viertelfinale Shakhtar Donetsk oder der VfL Wolfsburg. Dass die Frankfurter Quoten in den Fußball Wetten von Betway allerdings bei verschwindend geringen 251,00 (Stand 20.07.) liegen, ist dann auch kein Wunder. Nur LASK Linz und den Glasgow Rangers werden noch weniger Chancen auf einen Titelgewinn eingeräumt, für den der Weg schließlich erst einmal in das Finalturnier in Nordrhein-Westfalen führen müsste.

Besonders böse werden darüber bei der Eintracht nur die wenigsten Menschen sein. Auch wenn die großartigen Erlebnisse der Saison 2018/19 inklusive Halbfinaleinzug ihre Spuren hinterließen, sah man der Mannschaft im Verlauf der letzten zwei Bundesliga-Spielzeiten immer wieder an, wie viel Kraft sie auf den Plätzen in ganz Europa ließ. Die Folge war zuletzt in der Bundesliga Tabellenplatz 9 - irgendwo im Nirgendwo hinter den internationalen Plätzen, aber immerhin weit entfernt vom Abstiegskampf. Jetzt gilt der volle Fokus bereits dem nächsten Bundesligajahr. Dort möchte sich die Mannschaft unter der Leitung von Trainer Adi Hütter zurück nach Europa spielen. Das Potenzial dafür ist durchaus vorhanden, wenn die chronischen Schwierigkeiten anderer Klubs wie Schalke 04 oder Hertha BSC trotz größerer finanzieller Möglichkeiten bedacht werden. Am besten kann diesen Klubs im Kampf um die Europa League ausgeruht begegnet werden. Genau so sollte die Eintracht zum ersten Spieltag 2020/21 Mitte September antreten.

Eintracht muss Defensive in den Griff bekommen

Eintracht muss Defensive in den Griff bekommen
Mittelhessen hat sportlich bekanntlich viel zu bieten, sei es im Motorsport oder im Wintersport mit vielen Skipisten, Eishockey und Co. in der Gegend. Beim Fußball ist jedoch Eintracht Frankfurt die klare Nummer eins und kann auf Fans im gesamten Bundesland verweisen. Im Vergleich zum letzten Jahr, als mit Ante Rebic, Sebastien Haller als auch Luka Jović gleich alle drei Offensivstars den Klub verließen, sollte Frankfurt im Herbst 2020 seine Leistungsträger halten können.

Mit Ragnar Ache hat die Eintracht vielmehr schon frühzeitig einen talentierten Mittelstürmer verpflichtet, der zuletzt bei Sparta Rotterdam spielte. Der gebürtige Frankfurter kostet laut Kicker 2 Millionen Euro. Er belebt zusätzlich die Offensive der Hessen, die mit Bas Dost, André Silva und Goncalo Paciencia bereits drei hochwertige Optionen vorweisen kann. Auch Leihspieler Dejan Joveljic kehrt nach seiner Leihe zum RSC Anderlecht zurück zur SGE. Eigentlich zu viele Offensivspezialisten, sodass von weiteren Abgängen oder Ausleihen auszugehen ist.

Das eigentliche Problem von Eintracht Frankfurt liegt ohnehin in der Defensive. 60 Gegentore waren in einer Saison voller Aufs und Abs deutlich zu viele. Nur die letzten sechs Mannschaften der Bundesliga waren nach 34 Spieltagen noch schlechter. Zu oft musste Hütter verletzungsbedingt durchwechseln, sodass sich nie eine erste Abwehrreihe einspielen konnte. Abwehrchef Martin Hinteregger überzeugte mit seinen acht Toren vor allem offensiv, wo er zum zweitbesten Torjäger seiner Mannschaft hinter André Silva avancierte.

Stichwort Angriff: Mit 59 eigenen Treffern stellte Frankfurt die sechstbeste Offensive. Dass bei diesem Mix nur Mittelmaß herauskommen konnte, ist folgerichtig. Aktuell werden vor allem Innenverteidiger und Linksverteidiger gehandelt, die der Eintracht in der kommenden Saison helfen könnten. Als solcher gilt zum Beispiel Ricardo Rodriguez, der beim AC Mailand keine Zukunft mehr hat. Die Verbindungen zwischen den Klubs sollten seit dem Tausch Rebić gegen Silva mehr als ordentlich sein.

Bis es mit der Saison 2020/21 so weit ist, müssen wir noch etwas warten. Bis dahin stehen die Badeseen der Region bereit, um den Sommer noch etwas zu genießen, ehe es im Deutsche Bank Park wieder losgeht.

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