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Blackjack kann Hobby und Gedächtnistraining sein


Blackjack kann Hobby und Gedächtnistraining sein

Kartenspiele wie Blackjack spielt man, weil es einem Spaß macht. So soll es sein. Solche Spiele gehören in vielen Teilen der Welt zur Freizeitkultur. Sie können zur Geselligkeit anregen.

Andererseits eignen sie sich spätestens seit Erfindung des Internets aber auch gut dazu, sich alleine zu beschäftigen. Die Freizeit zu verschönern, ist aber längst nicht alles, was Kartenspiele leisten können. Für Menschen im fortgeschrittenen Alter bieten sie beispielsweise eine Möglichkeit, mentale Fitness und das Gedächtnis zu trainieren. Und das ist nicht nur irgendein Gerede, sondern durchaus wissenschaftlich fundierte Tatsache.

Natürlich ist Glück im Spiel - Aber auch Können

Nehmen wir als Beispiel Blackjack. Natürlich ist dieses Kartenspiel ein Glücksspiel. Das bedeutet: Den Faktor Glück lässt sich beim Blackjack nie völlig ausschalten, selbst durch die beste Strategie nicht. Aber man kann seinen Einfluss auf das Spielergebnis mitunter verringern, teils sogar deutlich. So berichtete etwa der Spiegel 1997 im Artikel „Grell, brutal, erotisch“ über ein Turnier der weltweit besten Gedächtniskünstler und in diesem Rahmen über den damals 40-jährigen Dominic O''Brien. Er hatte das Turnier damals gewonnen und zugleich drei Weltrekorde aufgestellt. Casinos hätten „Sperren gegen den Memo-Akrobaten verhängt“, weil er regelmäßig beim Black Jack die Bank gesprengt habe, berichtete das Magazin damals.

Manchmal funktioniert Kartenzählen

Man muss allerdings kein Memo-Akrobat und Gedächtnis-Weltmeister sein, um die eigenen Chancen beim Blackjack im Internet zu verbessern. Es funktioniert bisweilen auch mit weniger herausragenden Merk- und Denkfähigkeiten. Eine in Casinos und bei manchen Spielen in Online-Casinos anwendbare Strategie ist das Kartenzählen. Es funktioniert zum Beispiel meistens bei den verschiedenen Varianten des sogenannten Live-Blackjack. Bei einem Live-Blackjack im Internet ist die Casino-Atmosphäre oft besonders stark, weil man am Bildschirm einem echten Kartengeber an einem echten Tisch gegenübersitzt.

Das grundlegende Ziel des Spiels ist beim Black Jack immer gleich. Vereinfacht ausgedrückt: Man erhält Karten und kann Karten zukaufen und muss mit dem Wert seiner Karten höher liegen als der Wert der Karten, die der Kartengeber besitzt. Aber Vorsicht: Erreicht man einen Kartenwert über 21, verliert man automatisch. Mit einem Blackjack (die ersten beiden Karten ergeben genau 21) gewinnt der Spieler sofort, sofern der Kartengeber nicht ebenfalls eine 21 hat.

Beim Kartenzählen nutzt man aus, dass Karten mit bestimmten Werten für den Spieler höhere Gewinnchancen bedeuten als andere. Wiederum einfach ausgedrückt: Die 10 zählenden Bildkarten Bube, Dame und König sowie das Ass (zählt 1 oder 11) sind hohe Karten und vergrößern die Gewinnchance etwas, während die niedrigen Zahlenkarten 2 bis 6 die Gewinnchance etwas verschlechtern. Wird also etwa ein König aus dem Stapel der noch verteilbaren Karten entnommen (indem ein Spieler ihn erhält), befindet sich eine für einen Gewinn tendenziell gute Karte weniger im Stapel. Die Gewinnchance sinkt leicht. Das Kartenzählen man immer dann gut als Strategie nutzen, wenn die Karten nicht nach jedem Spiel neu gemischt werden. Beim Live Blackjack ist es in der Regel so, dass erst nach einigen Spielen neu gemischt wird. Am besten würde Kartenzählen funktionieren, wenn mit nur einem einzigen Kartendeck aus 52 Karten gespielt wird. Meistens sind jedoch mehrere Kartendecks im Einsatz. Dennoch bleibt Kartenzählen sinnvoll.

In einer einfachen Kartenzählvariante wird jede dem Kartenstapel entnommene niedrige Karte (2,3,4,5,6) mit plus eins gekennzeichnet. Jede hohe Karte erhält ein minus 1, weil die geringere Anzahl verbleibender hoher Karten im Stapel die Gewinnchance verringert. Die Zahlkarten 7,8 und 9 sind neutral und werden mit 0 gezählt. Das Kartenzählsystem kann hier nur sehr groß wiedergegeben werden, aber es gibt ausführliche Online-Anleitungen und Bücher, die sich mit den Zählstrategien beim Blackjack beschäftigen.

Fördert Kartenspiel wirklich die Denkfähigkeit?

Bereits die kleine Einführung ins Kartenzählen beim Blackjack zeigt: Eine intensivere Beschäftigung mit solchen Kartenspielen ist durchaus dafür geeignet, die Denkfähigkeit zu schulen. Studien liefern sogar Indizien dafür, dass Kartenspiele das Risiko senken können, an Alzheimer zu erkranken. Eine der Studien rund um Kartenspiel und Alzheimer wurde auf der englischsprachigen Seite Alzheimersresearchuk.org dokumentiert. Die Studie stammte vom Wisconsin Alzheimer’s Institute und vom Wisconsin Alzheimer’s Disease Research Center.

Für die Studie wurden 329 gesunde Personen im Durchschnittsalter von 60 ausgewählt, die alle ein erhöhtes Risiko aufwiesen, an Alzheimer zu erkranken. Sie wurden für die Studie unter anderem gefragt, wie oft sie Bücher lesen, in Museen gehen sowie Puzzle oder Karten spielen. Ein Ergebnis der Studie: Menschen, die häufiger mit Puzzles oder Karten spielten, schnitten besser in Tests der Denkfähigkeit und bei Gedächtnistests ab. Ein ähnliches Ergebnis erbrachte eine Studie des französischen Instituts für Gesundheits- und Medizinforschung, die 2009 im Artikel „Kreuzworträtsel und Kartenspiele senken Alzheimer-Risiko“ auf DiePresse.com vorgestellt wurde.

Mentale Fitness, Zufriedenheit und soziale Aktivität

Aufgeschlossenheit für Neues geht im Alter mit besseren Gedächtnisleistungen einher, heißt es in der Broschüre „Das Alter wird jünger“ zur Berliner Altersstudie II. Was Ursache ist und was Wirkung muss dabei noch herausgefunden werden, heißt es weiter. Aber letztlich scheint es offensichtlich zu sein, dass eine mentale Fitness bis ins hohe Lebensalter die Teilhabe am Leben und damit einhergehende Zufriedenheit steigern kann. Und mentale Fitness kann man trainieren. Eine ganze Reihe der Spiele und Hobbys von heute eignet sich dazu. Teilnahme am Kulturleben wie der Besuch von Theater ebenfalls. Und bisweilen eben auch ein Kartenspiel.

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